Remote arbeiten: Tipps für die Arbeit außerhalb des Büros

Remote Work, also das Arbeiten von außerhalb des Büros, hat sich inzwischen in vielen Firmen etabliert. Während traditionelle und große Unternehmen noch häufig eine Präsenz im Büro fordern, sind es besonders die kleinen und digitalen Firmen, die immer mehr Möglichkeiten bieten, um remote arbeiten zu können. Zudem sind auch Selbstständige frei hinsichtlich der Wahl ihres Arbeitsortes. Solltest du dir also dein eigenes Business aufbauen, wirst du immer remote arbeiten können.

Natürlich gibt es typische Remote Jobs und andere Tätigkeiten, die man gar nicht von zuhause aus erledigen kann, z.B. Arbeit auf der Baustelle. Doch (fast) alles, was man am Schreibtisch erledigen kann, können Remote Worker auch im Home-Office oder im Café mit WLAN an irgendeinem Ort auf der Welt tun.

Für Arbeitnehmer bietet das remote Arbeiten Vorteile in verschiedener Hinsicht: Man ist freier hinsichtlich der Gestaltung seines Arbeitsplatzes, die Zeiteinteilung kann sehr flexibel vorgenommen werden und lange Anfahrtswege entfallen.

Doch ist Remote Work wirklich das beste Konzept für die Zukunft für Arbeitgeber und Arbeitnehmer? Und welche Herausforderungen sind damit verbunden, wenn man remote arbeiten möchte? Diese Fragen klären wir im Folgenden!

Bevor wir wirklich in den Artikel starten zwei kleine Randbemerkungen: 

Erstens: Wir selbst sind komplett remote. Und es funktioniert hervorragend.

Ein Beispiel von unseren Team-Meetings über Google Meet.

Zweitens: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Top-Talenten. Sprich, wir stellen ein. Und das natürlich komplett remote.

Auf dieser Seite hier findest du die aktuell offenen Stellen.

Was bedeutet remote arbeiten in der heutigen Welt wirklich?

Oft wird der Begriff Remote Work mit dem Home-Office gleichgesetzt, dabei wäre "mobiles Arbeiten" der bessere Ausdruck. Ein Home-Office bzw. Telearbeitsplatz ist definitionsgemäß ein vom Arbeitgeber eingerichteter Arbeitsplatz im privaten Bereich des Arbeitnehmers. Beim remote Arbeiten musst du jedoch nicht zwangsläufig an einem festen Ort sein. Du kannst auf der Couch liegen, im Zug sitzen oder eben klassisch am Schreibtisch arbeiten.

Dennoch kann es unter Umständen sogar dein Recht sein, dass dein Arbeitgeber dir eine gewisse Infrastruktur zur Verfügung stellt, damit du deine Arbeit von zuhause aus erledigen kannst. Dein Arbeitgeber muss auch darauf achten, dass die Standards des Arbeitsschutzrechtes und der Datenschutz eingehalten werden.

Das alles gilt natürlich nur dann, wenn du angestellt bist. Freie Mitarbeiter oder Selbstständige sind noch freier in ihren Gestaltungsmöglichkeiten. Hier werden dir deine Auftraggeber aber keine Infrastruktur zum remote Arbeiten zur Verfügung stellen und sollten es auch nicht, da dies ein Indiz für eine Scheinselbstständigkeit darstellen kann.

In diesem Video spreche ich mit Kunden darüber, was es bei der Remote Work in ihrerer Agentur zu beachten gibt: 

Die entscheidenden Vorteile von Remote Work für Arbeitnehmer & Arbeitgeber!

Häufig werden die Vorteile von Remote Work nur aus der Perspektive des Arbeitnehmers beleuchtet. Wir schauen uns im Folgenden aber mögliche Benefits für beide Parteien an, die beim remote Arbeiten durchaus gegeben sein können.

Vorteile für Arbeitnehmer

Die klaren Vorteile für Arbeitnehmer liegen auf der Hand:

  • freie Arbeitsplatzgestaltung
  • flexible Arbeitszeiteinteilung
  • keine Anfahrtswege

Dazu sei aber gesagt, dass die Vorteile für Arbeitnehmer nur dann an solche wahrgenommen werden, wenn es zum Lifestyle passt. Viele Menschen schätzen grundsätzlich die Möglichkeit, remote arbeiten zu können, möchten aber dennoch die Möglichkeit haben, hin und wieder ins Büro zu kommen. Auch das definiert die wahrgenommene Flexibilität.

Du musst also selbst für dich herausfinden, ob du dich mit einer uneingeschränkten Tätigkeit in Form von Remote Work wirklich anfreunden kannst. Vielleicht ist ja ein Mischmodell aus Anwesenheit und Remote Work genau das Richtige für dich?

Tipp: Wenn du Selbstständig bist und mal eine Abwechslung zur Remote Work suchst, kannst du dir einen Platz in einem Co-Working-Space buchen. Hier sind oftmals selbst tageweise Reservierungen möglich und du bekommst mal ein bisschen Office-Feeling, statt nur in deinen eigenen vier Wänden zu hocken.

Über die richtige Meeting-Kultur & -Struktur spreche ich in diesem Video hier: 

Beachte zusätzlich dieses Video, um dich als CEO besser auf Remote Work einzustellen: 

Vorteile für Arbeitgeber

Wenn Arbeitnehmer remote arbeiten, sind die Benefits keinesfalls als Einbahnstraße anzusehen. Auch der Arbeitgeber kann profitieren – oft schon alleine dadurch, dass die Mitarbeiter motivierter sind, wenn ihnen das remote Arbeiten ermöglicht wird. Zudem kann die Produktivität dadurch gesteigert werden, dass die Arbeitszeit und Pausengestaltung deutlich flexibler erfolgen kann.

Natürlich setzt Remote Work aber ein gewisses Vertrauen voraus. Die Remote Worker können zwar auch im Büro nicht zu 100 % kontrolliert werden, aber dafür kann sich der Chef zumindest sicher sein, dass die Arbeitnehmer immerhin physisch anwesend sind. Wer remote arbeiten möchte, muss sich oft das Gegenargument anhören: "Aber dann weiß ich ja gar nicht, was Sie den ganzen Tag tun!".

Den Arbeitnehmern spielt jedoch in die Karten, dass ohnehin ein Umdenken stattfindet, was das remote Arbeiten, aber auch die New-Work-Bewegung im Allgemeinen angeht. Das starre Festhalten an 40-Stunden-Wochen ist zwar noch vertraglich von Relevanz, aber in vielen Firmen gilt bereits die Absprache, dass Mitarbeiter eher an Ergebnissen gemessen werden und nicht an geleisteten Arbeitsstunden.

Wenn die Rechnung für den Arbeitgeber aufgeht und die Produktivität durch das remote Arbeiten sogar gesteigert werden kann, wird dafür auch in Kauf genommen, dass die Kontrolle nicht immer komplett möglich ist und das Vertrauen in den Remote Worker diese Lücke schließen muss.

Wer als Arbeitgeber attraktiv bleiben möchte – das Stichwort lautet hier "Employer Branding" – sollte sich nicht vor dem remote Arbeiten versperren, da Remote Work auch den Zugang zu Fachkräften ermöglicht, die nicht am Firmenstandort wohnhaft sind. Wieso sollte man Potential verschenken, wenn man in einer digitalisierten und vernetzten Welt Talente rekrutieren kann, die zwar etwas weiter weg wohnen, aber perfekt zur Firma passen?

Jobs in Deutschland – wie kann man Remote arbeiten?

Um in Deutschland remote arbeiten zu können, musst du natürlich erst einmal einen Arbeitgeber finden, der Remote Jobs anbietet. Besonders in der Digitalbranche wirst du fündig, aber grundsätzlich kommt jeder Bürojob dafür infrage.

Beim Arbeitsplatzwechsel lässt sich übrigens genauso gut über Remote Work diskutieren, wie beim bestehenden Arbeitsverhältnis. Wenn du in deiner Firma praktisch unverzichtbar bist, wird dir dein Chef vermutlich keine Steine in den Weg legen, wenn du signalisierst, dass du gerne remote arbeiten möchtest. Allerdings ist natürlich immer ein gewisses Maß an Fingerspitzengefühl gefragt.

Alternativ kannst du natürlich auch eine Selbstständigkeit anstreben, denn wenn du dein eigener Chef bist, kann dir auch niemand vorschreiben, wo du arbeiten musst. Mitunter kann es auch sehr praktikabel sein, eine nebenberufliche selbstständige Tätigkeit parallel zum Angestelltenverhältnis aufzubauen, wenn dir Remote Work gestattet wird. Darüber solltest du aber natürlich deinen Vorgesetzten auf jeden Fall informieren.

Rein rechtlich gesehen muss der Arbeitgeber dir einen Arbeitsplatz einrichten, wenn er dich vor die Wahl stellt, wo du deine Arbeit verrichtest. Du bist beim remote Arbeiten auch grundsätzlich unfallversichert, aber es gab bereits in der Vergangenheit Urteile, wonach das Greifen der Unfallversicherung dann nicht geklärt war, wenn die Grenzen zwischen Arbeitszeit und Freizeit verschwimmen.

Remote Arbeit im Ausland: Was ist dabei zu beachten?

Viele Menschen möchten deshalb gerne remote arbeiten, weil sie beim remote Arbeiten Deutschland zeitweise verlassen können. Das Bild des digitalen Nomaden, der in der Hängematte in der Sonne liegt und mit seinem Laptop arbeitet, hat sich für manche Personen als Zielvorstellung manifestiert, obwohl diese Darstellung natürlich sehr idealisiert ist.

Wenn du nur wenige Tage oder Wochen im Ausland bleibst, musst du dir wenig Gedanken machen. Möchtest du ein paar Urlaubstage sparen und remote arbeiten, während deine Familie schon am Pool liegt, ist das manchmal ein ganz cleverer Ansatz. Grundsätzlich ist aber auch das längere online Arbeiten im Ausland hingegen problemlos möglich, sofern gewisse Grundregeln eingehalten werden.

Wir gehen davon aus, dass dein Arbeitgeber in Deutschland ansässig ist und du dich temporär im Ausland aufhalten möchtest. Dann ist für dich die 183-Tage-Regelungen von Relevanz. Sie besagt: So lange du dich weniger als ein halbes Jahr (d.h. maximal 183 Tage pro Jahr) im Ausland aufhältst, musst du dir hinsichtlich der Steuern keine Gedanken machen. Du entrichtest sie weiterhin in Deutschland. Doch selbst wenn du mehr als 184 Tage im Ausland bist, kommt es noch sehr darauf an, wo du dich befindest. Deutschland hat mit vielen Staaten ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen getroffen, das verhindert, dass du zu viele Abgaben bezahlen musst.

Die Sozialversicherungspflicht bei der Remote-Arbeit

Für deine Sozialversicherungspflicht können jedoch schon engere Fristen gelten. Wirst du nicht offiziell von deinem Arbeitgeber entsendet (weil es betrieblich notwendig ist), sondern bist freiwillig im Ausland, kannst du in dem Land sozialversicherungspflichtig werden, in welchem du dich gerade aufhältst. Auch hier gibt es aber wieder Abkommen zwischen verschiedenen Staaten, sodass du unter Umständen eine Sondergenehmigung bekommen kannst, die auch damit zusammenhängt, wie lange du insgesamt im Ausland bleiben wirst.

Etwas knifflig kann es auch bei deiner Krankenversicherung und der gesetzlichen Unfallversicherung werden. Bewegst du dich beim remote Arbeiten über die Ländergrenzen hinweg, musst du unter Umständen deinen Versicherungsschutz nachbessern, damit du im Fall der Fälle auch im Ausland abgesichert bist.

Du siehst also: Remote arbeiten im Ausland ist möglich, aber es gibt viele Fallstricke. Weil die geltenden Regelungen sich laufend ändern können und für jedes Szenario anders ausfallen, solltest du dich unbedingt mit einem Fachmann diesbezüglich auseinandersetzen. Dieser kann dir auch dann weiterhelfen, wenn du z.B. ein Visum benötigst.

Fazit zum Remote Arbeiten

Abschließend lässt sich festhalten, dass remote Arbeiten definitiv im Trend liegt und das Potential hat, die Zukunft des Arbeitens zu prägen, da es Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bietet. Selbst wenn das remote Arbeiten nicht zu 100 % die Präsenz ersetzt, kann die räumliche und zeitliche Flexibilität bei der Arbeitsgestaltung deutlich verbessert werden.

Möchten Arbeitnehmer remote arbeiten, bedeutet dies aber nicht nur Benefits, sondern auch Challenges, die auf beide Seiten zukommen. Nicht alle Jobs eignen sich uneingeschränkt für Remote Work und nicht jeder Lifestyle lässt sich mit einem Angestelltenverhältnis (oder einer Selbstständigkeit) vereinbaren.

Wer im Rahmen eines Remote Jobs Deutschland verlassen und um die Welt reisen möchte, muss sich hinsichtlich steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Regelungen informieren. Und nur weil man für einen Mitarbeiter keinen Arbeitsplatz im Büro einplanen musst, bedeutet dies nicht, dass man als Arbeitgeber nicht für die nötige Infrastruktur sorgen muss, damit der Angestellte sicher und produktiv arbeiten kann.

Man darf also mit Spannung erwarten, wie sich das remote Arbeiten in Zukunft noch verändern wird. Wir stehen erst gerade am Anfang, sodass viele Gesetze noch auf den neuesten Stand gebracht werden müsse, um das remote Arbeiten zukunftsfähig zu machen.

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